Zur Speicherung aller generierten Daten kommt eine integrierte Datenbank-GIS-Lösung zum Einsatz, die nach Maßgaben des Projektes in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Institut Göttingen und dem Fachbereich für Geoinformatik und Vermessung an der Hochschule Bochum erstellt wird und ausschließlich aus Open-Source-Komponenten besteht.
Die Daten werden alle in
einer PostGreSQL/PostGIS-Datenbank gespeichert und dem Nutzer über ein
gemeinsames Interface zur Verfügung gestellt. Die sonst übliche getrennte
Verwaltung von Geodaten und archäologischen Fachinformationen entfällt somit
und macht das System ohne lange Einarbeitung nutzbar.
Das Interface basiert auf dem als Open-Source-Lösung erhältlichen
Geoinformationssystem Udig, das um die notwendigen Masken und Formulare zur
Erfassung und Verwaltung aller relevanten Daten erweitert wurde. Sämtliche
Daten liegen in offenen und standardisierten Formaten vor, um eine langfristige
Nutzbarkeit der Daten zur gewährleisten. Durch eine Vielzahl von Schnittstellen
können die Daten auch leicht in andere Umgebungen eingespielt und genutzt
werden. So können sie problemlos auch in semantische Metastrukturen wie
ArcheoInf oder Europeana ausgespielt und angezeigt werden. Hierzu wurde die der
Datenbank zu Grunde liegende Ontologie sowohl auf das Referenzmodell CIDOC-CRM
als auch auf das Modell der Europeana gemapt. Zudem wurde die Ontologie
sorgfältig und umfassend dokumentiert. Eine nachhaltige und langfristige Sicherung
ist somit gewährleistet. Während der Projektlaufzeit sorgt eine automatische
Backup-Routine für eine mittelfristige Sicherung der Daten.
Die Server/Client-Architektur ist netzwerkfähig und erlaubt
verbunden mit einer passwortgeschützten Nutzerverwaltung ein verteiltes
Arbeiten an den Daten. Die
plattformunabhängige Architektur lässt ein Arbeiten mit allen gängigen
Betriebssystemen zu.
Das System steuert sämtliche Inhalte über einen polyhierarchischen
SKOS-XML-Thesaurus (Simple Knowledge Organization System), dessen Struktur eine
mehrsprachige Nutzung der Daten problemlos ermöglicht. Da neben den Inhalten
auch sämtliche Feldbezeichner über dieses Vokabular gesteuert werden, ist auch
die Umstellung des Interfaces auf eine andere Sprache möglich. Die für dieses Projekt notwendigen Vokabulare
wurden von vorne herein in deutscher und italienischer Sprache konzipiert.
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